Textfeld: Die bis jetzt gezeigten Signale haben normalerweise nur Einfluss auf die Zugfahrten, also auf Züge, die sich außerhalb des Bahnhofs bewegen oder auf solche, die in den Bahnhof einfahren oder ihn verlassen wollen. In den Bahnhöfen mit Lichtsignalen sieht man öfter das Lichtsignal mit der Stellung HP00.
Textfeld: Zugbeeinflussung

Bei der Bahn befindet sich bei Signalen eine Indusi am Gleis. Die Indusi ist ein Elektromagnet, der bei Halt zeigendem Signal eingeschaltet wird. Wenn die Lok über die Indusi fährt, wird ein Sensor unter der Lok ausgelöst, der eine Zwangsbremsung auslöst. Eine Lok hat zwei dieser Sensoren: Einen rechts und einen links. Es wird aber immer nur der genutzt, der sich in Fahrtrichtung rechts befindet.

Beim Modell ist das alles viel einfacher. Die Hauptsignale haben eine Zugbeeinflussung, die Vorsignale selbstverständlich nicht, weil sie nur den Zustand des Hauptsignals anzeigen.

Standorte von Signalen

Zuerst mal muss ein Zug in einen Bahnhof einfahren können. Dazu steht ca. 500 m vor dem Bahnhof ein Einfahrtsignal. Dies ist ein ganz normales Hauptsignal. Wenn der Zug grade zum Bahnhof fahren kann und er einfahren darf, zeigt es HP1. Muss der Zug durch das abzweigende Gleis einer Weiche fahren, dann zeigt es HP2. 
Wenn der Zug im Bahnhof angekommen ist, dann hält er normalerweise am Bahnsteig. Hinter dem Bahnsteig steht das Ausfahrtsignal - auch ein Hauptsignal. 
Will jetzt z.B. ein Güterzug durch den Bahnhof fahren, ist es schlecht, wenn er anhalten muss. Dazu steht ein Vorsignal bei dem Einfahrtsignal. Dieses zeigt dem Lokführer, ob er schon die Ausfahrt aus dem Bahnhof hat. 
Bei zweigleisigen Strecken gilt in der Regel, wie auch auf der Straße: Rechtsverkehr - Die Züge benutzen also meist das in Fahrtrichtung rechte Gleis. Es gibt auch Strecken, wo dies nicht festgelegt ist. Ob jetzt Rechtsverkehr ist oder nicht, stehen bei zweigleisigen Strecken auch 2 Einfahrtsignale auf jeder Seite des Bahnhofs. Handelt es sich um eine Strecke mit Rechtsverkehr, wird das Signal auf der linken Seite auch als Falschfahrsignal bezeichnet. Bei Bauarbeiten oder ähnlichem kann das andere Gleis dann für den gesamten Verkehr genutzt werden. 
Die Gleissperrsignale sind nur für den Rangierverkehr zuständig und kommen somit nicht außerhalb des Bahnhofs vor. Sie stehen in der Regel an Abstellgleisen oder an den Enden der Bahnsteige, um dort den Rangierverkehr zu regeln, bei Lichtsignalen ist das einfacher, weil es da kombinierte Signale gibt, wo das SH Signal mit im Hauptsignal integriert ist. Die Lichtgleissperrsignale gibt es in einer flachen und in einer hohen Ausführung. Das Signal selbst ist dabei unverändert, nur das eine ist an einem Masten angebracht und das andere steht nur wenige Zentimeter über dem Boden.

Wer mehr über Signale wissen möchte, findet eine gute Übersicht in:

                       Andreas Braun
                       Signale der deutschen Eisenbahnen
                       GeraMond Verlag ISBN: 3-932785-14-2

Signalkunde 2

Signale der Deutschen Bahn

 

 

Diese Signalstellung heißt HP00 und bedeutet Halt für Rangier- und Zugfahrten. An diesem Signal darf KEIN Zug vorbeifahren.

 

 

Leider konnte ich den genauen Namen dieses Signalbildes nicht finden. Ich nehme jedoch an, dass es HP0 + SH1 heißt. Die rote Lampe ist noch an und hat die gleiche Bedeutung wie HP0. Die Zugfahrten dürfen hier also nicht weiter. Die beiden weißen oder gelben kleineren Lampen haben die gleiche Bedeutung wie das SH1 und erlauben es den Rangierfahrten vorbei zu fahren. SH1 ist ein Signalbegriff eines Gleissperrsignales. Diese Signale sind nur für den Rangierbetrieb zuständig.

 

 

Hier das Form- und das Licht- Gleissperrsignal. Sie erlauben oder verbieten die Ausfahrt aus Gleisen des Bahnhofs. Der hier gezeigte Zustand heißt Sh 0 und bedeutet: Halt.

 

 

Diese Signale zeigen SH 1 und geben damit die Fahrt für Rangierfahrten frei.